Wie fing es denn eigentlich an?
 

In der Gaststätte Peikenkamp trafen sich am 14.3.1974 10 sportbegeisterte Herren unter dem Vorsitz von Walter Klüsener zur Gründungsversammlung.

Der damals hochgeschätzte Bürgermeister Josef Paris setzte den Bau eines Hallenbades durch. Am 27. 9. 1974 fand die Eröffnung des Badebetriebes statt. Schon 3 Monate später, am 22.1.1975 nahm der Schwimmverein mit 147 Mitgliedern auf 2 Bahnen, jeweils mittwochs und freitags, das Training auf.

Heute beläuft sich der Ist – Stand auf 300 Mitglieder und wir können fast jeden Tag diverse Gruppen trainieren. Damals wurde der Beitrag jährlich auf 18.--DM (9,20 €) festgesetzt. Der Jahresbeitrag heute beläuft sich auf 40 €.

Ein hohes Maß an Engagement um mehr Trainingszeiten, um Nichtschwimmerkurse durchführen zu können, Wettkämpfe abhalten zu dürfen und vieles mehr zeichnete die Gründer aus.
Sehr erfolgreich war das Bemühen, die anfängliche Benutzungsgebühr für das Hallenbad fallen zu lassen. Fußballer zahlen auch keine Gebühr, wenn sie auf ihrem Platz trainieren wollen.

Der erste Kassierer, Walter Robert, war überaus streng. Aus den Unterlagen geht hervor, dass auf einen Schlag 30 Mitglieder vom Verein ausgeschlossen wurden, weil sie nach mehrmaliger Aufforderung ihre Einzugsermächtigung nicht abgeliefert hatten.

Unter der Leitung von Herrn Dahlhoff, dem zweiten Trainer des Vereins stand 1977 die erste große Wettkampfmannschaft. Die Bedingungen der Stadt, nur 25 Kinder in dieser Mannschaft zuzulassen, da nur 2 Bahnen zur Verfügung standen, war ein zusätzlicher Ansporn, in die Wettkampfmannschaft aufgenommen zu werden. Es war etwas besonderes, dabei zu sein.

So bekannte Namen wie Ulli und Karin HöwingOlaf und Carla Dickmann, Stephan Buttgereit, um nur einige heraus zu picken, waren erfolgreich dabei. Diese hoch motivierte Mannschaft führte Herr Kwiatkowskivon 1978 – 1980 erfolgreich zur Bezirksliga, ja Carla Dickmann war sogar im Kader der Deutschen Mannschaft.

1980 übernahm Horst Lange die Führung des Vereins. Er war aktiver Schwimmer und nahm noch bis ins hohe Alter in Deutschland an den Seniorenwettkämpfen teil. Hervorzuheben ist, dass Horst Lange den Kontakt zu unserer Partnerstadt Rochford in England knüpfte. Es waren fast unüberwindliche Schwierigkeiten zu meistern. Aber Horst gab nicht auf. Es herrschte eine unglaubliche Euphorie in der Stadt. Die Gäste, 100 an der Zahl, wurden mit einer Polizeieskorte von der Autobahn abgeholt und zum Rathaus geführt. Joyce Murison , Präsidentin des Rochforder Swimming – club, kurz RADS genannt und Horst wurden Freunde. Fast 15 Jahre konnte dieser Austausch gepflegt werden.

 

(Joyce Murison und Horst Lange)

Leider gibt es heute bei den jetzigen Verantwortlichen in England andere Auffassungen von Vereinssport. Sie sehen nicht den hohen Stellenwert dieser Begegnungen. Besonders Dagmar Koch sei hier für all ihre Bemühungen, den Kontakt weiter aufrecht zu halten, gedankt. Aber wir geben die Hoffnung noch nicht auf, da, wie in jedem Verein die Personen auch wieder wechseln.

(Beim Kontakt mit den Engländern
entstanden auch "innige" Freundschaften)

Nach der Wende nahmen wir auch Kontakt zum Schwimmverein Erfurt auf. Diese Begegnungen und das Kennenlernen eines neuen Bundeslandes mit den Menschen war für uns alle sehr aufregend. Das Schwimmen trat dabei etwas in den Hintergrund weil wir neugierig auf das „Ossileben“ waren. Fünf interessante Jahre lang wurde diese Freundschaft gepflegt. Durch Terminüberschneidungen hat es dann leider 5 Jahre nicht mehr geklappt. Seit dem Gutenberg Attentat pflegen wir wieder das Verhältnis zu Erfurt und hoffen, dass dieser Austausch diesmal von längerer Dauer ist.

Immer sorgten gute Schwimmer für Schlagzeilen. Anfang der 80er Jahre, unter dem Trainer Dieter Linke,beherrschte der Zweikampf zwischen Claudia Buttgereit und Uta Lemloh, ihrer besten Freundin das Geschehen. Dazu gesellten sich Ulli und Rolf HöwingThorsten und Kay SchroerVolker und Imke HöflingOliver AlbringMartina Ide und Bruno Artmannselm.

Mitte der 80er Jahre stellten unter dem Trainer Andreas Vollmer besonders Astrid und Barbara LindKatrin FarwickVera WömpenerMarkus ArtmannselmAstrid und Helen KochBianca KollipostWolfgang Sawala und Nicole Seine Vereinsrekorde auf.

(ehemalige Schwimmer und Jugendliche,
später unterstützten diese uns als Übungsleiter oder Kampfrichter)

Gar nicht weg zu denken ist Carla Dickmann, die jahrelange erfolgreiche Trainingsarbeit geleistet und im Vorstand aktiv und kritisch mitgearbeitet hat.

Alle zählen zu den Tops in unserem Verein. Aber das allein reicht nicht. Fast alle Eltern dieser Schwimmer leisteten ehrenamtliche Vorstandsarbeit und die meisten dieser Schwimmer brachten sich als Übungsleiter zum Wohle unseres Vereins ein.

Seit 1989 leitet Bärbel Farwick, mit einer kurzen Unterbrechung von einem Jahr, den Schwimmverein. Es gibt eine klare Aufgabenverteilung. Die Struktur des Vereins ist gegliedert in 3 Aufgabenbereiche. Nichtschwimmerkurse und Bronzekurse, diese Kinder sind noch keine Vereinsmitglieder. Der Andrang im Nichtschwimmerbereich ist so gewaltig, dass gleichzeitig noch Kurse in der Haardtklinik angeboten werden.

Im Hauptbecken beginnen wir mit dem Sichtungsschwimmen. Martina Wilms geb. Ide beurteilt die Kinder nach ihren Fähigkeiten und führt sie, falls sie talentiert sind und Lust dazu verspüren, in die 2. Leistungsgruppe.

Hier übernimmt Kay Schroer das Konditions- und Stiltraining, um den Nachwuchs für die 1. Leistungsgruppe bei Nicole Seine vorzubereiten.

Unser sportlicher Leiter, Oliver Albring, organisiert die Wettkämpfe. Sein Vorgänger Carsten Engler, der ebenfalls aus der aktiven Riege der Schwimmer kommt hat ebenfalls viele Jahre in diversen Vorstandspositionen den Verein unterstützt und ihm ist auch die Veröffentlichung der 1. Homepageausgabe unseres Vereins zu verdanken. Dies alles sind Leute aus unseren eigenen Reihen, die den Schwimmsport lieben und ohne ihre Begeisterung und ihre ehrenamtliche Arbeit nicht zu dem Erfolg führen könnten, den wir heute haben.

Und der Nachwuchs steht bereits in den Startlöchern. Auch deren Eltern sind bereit, Kampfrichter zu werden, Vorstandsarbeit zu leisten, sich in geeigneter Weise einzubringen. Diese Entwicklung ist sehr erfreulich und ermutigend zugleich. Sie lässt uns um die Zukunft dieses Vereins nicht bange werden.

Im Namen des Vereins
Bärbel Farwick
1. Vors.

 

Vorsitzende im Schwimmverein Haltern
1974 - 1979 Walter Klüsener
1980 - 1987 Horst Lange
1987 - 1988 Bärbel Farwick
1988 - 1989 Evelyn Bechte
1989 - 1990 Horst Lange
1990 - 2007 Bärbel Farwick
2007 - 2008 Oliver Albring
2009 - 2013 Claudia Brink
2013 - 2019 Gardy Schwieren
2019 - heute Florian Wilms

Am Freitag, 27.09.2019, finden die diesjährigen Vereinsmeisterschaften im Halterner Hallenbad statt. 

Die Ausschreibung ist unter Wettkampfplanung zu finden.

Das Josef-Paris-Gedächtnisschwimmen ist zu Ehren des ehemaligen beliebten Bürgermeisters von Haltern "Josef Paris" ins Leben gerufen worden. Josef Paris war von 1964 - 1984 Bürgermeister in der Seestadt und sorgte u.a. für den Bau des Frei- und Hallenbades in Haltern, welches am 29.03.1974 eröffnet wurde. Die reinen Baukosten beliefen sich damals auf 6,5 Millionen DM + 1,9 Millionen DM für das Freibad nebenan. 1996 hat man noch einmal 1,6 Millionen € in die Renovierung des Hallenbades investiert. Diese Grundlagen sorgten dafür, dass der SV Haltern im Jahr 1974 gegründet werden konnte und seitdem seine Arbeit insbesondere auch in der Schwimmausbildung und Nachwuchsförderung tätigt. Noch zu Lebzeiten von Josef Paris wurde das Gedächtnisschwimmen ins Leben gerufen um die Arbeit des Bürgermeisters für den Schwimmverein Haltern auch noch in seiner Amtszeit zu würdigen.

 

Am 2.11.2019 findet das 38. Josef-Paris-Gedächtnis-Schwimmen im Halterner Hallenbad statt. 

Die Ausschreibung ist unter Wettkampfplanung zu finden.